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Das Erkunden des Dazwischen

Das Erkunden des Dazwischen….

 

Frisch in das neue Jahr gestartet und noch in den Schwingungen der Rauhnächte in meiner Me-Time schwingend, bin ich grade noch sehr mit dem „Dazwischen“ beschäftigt.

 

Wie drollig ist es, dass wir Menschen glauben dass es dieses eine Tick oder Tack des Sekundenzeigers ist, der uns von etwas Altem in etwas Neues bringt. Als ob die Schwingung von 2021 plötzlich weg ist und es dann nur noch das Neue 2022 gibt. Als ob ich von jetzt auf gleich mit den Fingern schnippse und mein Altes Ich durch das Neue ausgetauscht ist.

Mir persönlich fehlen dabei die bewusst erlebten und wahrgenommenen Zwischenräume. Für mich ist es nicht von dem Einen in das Andere wechseln so als gäbe es einen An- und einen Ausschalter. Ich vergleiche es für mich gern mit dem Prozess des Atmens. Es gibt nicht nur das Ein- und das Ausatmen. Nein, es gibt auch die Pausen dazwischen. Dieses kurze innehalten, dieser kurze Moment der Stille, in dem wir weder mit dem Einen noch mit dem Anderen beschäftigt sind. Diesen Moment,  den wir leider oft mit „Nichts“ verwechseln.

 

Diese Räume „dazwischen“ in denen das Alte noch nachhallt, noch nicht weg ist und das Neue sich vielleicht schon ankündigt, aber noch nicht da ist. Räume in denen es grade mal auf andere Art etwas zu tun gilt. Und diese andere Art verwechseln wir Menschen oft auf Grund unserer Prägungen häufig mit „Nichts-Tun“, „Inaktivität“ und „Unproduktivität“.

Doch diese Zwischenräume sind alles andere als mit Nichts gefüllt. Sie sind reichhaltig gefüllt. Mit all dem was wir zuvor erlebt und erfahren haben und mit all den unzähligen Möglichkeitenräumen die vor uns liegen.

 

Dort liegt all das, was wir mit unseren Sinnen aufgenommen haben, all die Inhalte mit denen wir -jenseits von dem was unser Verstand bewusst mitbekommt- auf den unterschiedlichsten Ebenen beschäftigt sind um sie verstoffwechseln zu können. All das was wir aufnehmen mit den uns zur Verfügung stehenden Kanälen, egal ob bewusst oder unbewusst hat Einfluss und erzeugt Wirkung. Und dort liegt noch unentschieden alles was wir wieder abgeben und loslassen könnten. Das was wir aktiv in die Welt bringen könnten, was wir bewusst oder unbewusst ausstrahlen und ausatmen können, was wiederum Einfluss und Wirkung auf Dich und andere(s) hat.

 

Diese Räume dazwischen sind so unsagbar kostbar… hier können wir all das, was wir aufgenommen haben, all das was auf uns eingewirkt hat verstoffwechseln, hier können wir Dinge behüten, nähren, halten, pflegen, bebrüten, die noch nicht reif sind um in die Welt gebracht zu werden.

Hier, in diesen Räumen dazwischen darf Bewusstheit auftauchen, erscheinen, sich entblättern oder in uns einströmen. Hier dürfen unsere Erfolge verstoffwechselt und gefeiert werden. Hier dürfen wir uns wieder mit uns selbst synchronisieren um zu schauen wer wir mit all dem was wir ein und ausgeatmet haben, erlebt und erfahren haben grade sind. Wer wir in diesem einzigartigen Moment geworden sind, basierend auf all dem Vorherigen.

 

Wir sind nicht immer gleich! Wir verändern uns in und mit jedem einzelnen Augenblick. Ebenso wie die Jahreszeiten sich kontinuierlich wandeln, wandeln wir uns auch selbst kontinuierlich.

Die gut gemeinten Ratschläge, die Wertschätzung unserem Sein gegenüber ausdrücken sollen: „Bleib wie Du bist“ sind ein Absurdum in sich. Denn das geht gar nicht. Wir Menschen sind ebenso natürlicher, zyklischer Prozess, konstantes Werden und Vergehen wie die Natur selbst- wir sind Natur…. auch wenn wir immer wieder glauben wir seien von ihr getrennt, oder könnten uns von ihr trennen.

 

Die Liebe und die Bewusstheit über die Kostbarkeit dieser Zwischenräume ist ein Grund, wieso ich mir jedes Jahr ganz bewusst die Rauhnächte als Auszeit nehme. Eine Auszeit um ganz bewusst diesen Zwischenraum zwischen dem Alten und dem Neuen für mich zu nutzen. Um mich wieder mit mir selbst zu synchronisieren, Bilanz zu ziehen, zu feiern, zu trauern und noch so einiges mehr. Zu verstoffwechseln, bewusst loszulassen um Platz und Raum zu schaffen für das Neue, den neuen Zyklus, für Möglichkeiten und Potentiale die in die Welt wollen, Stille um den Ruf der an mich und mein Sein gerichtet ist hören und spüren zu können. Damit ich dann aus der Verbundenheit mit mir selbst ganz bewusst und im meinem Tempo, auf meine Art in das Neue starten kann.

 

So ist es auch in diesem Jahr… während die Welt da draußen auf mich den Eindruck macht den Schalter für das neue Jahr umgelegt zu haben, schwinge ich persönlich noch voll in meiner Rauhnächte- Zeitqualität. Das letzten Drittel der Rauhnächte hat begonnen und das TickTack der Gesellschaft erscheint mir grade meines Empfindens von Zeitqualität voraus.

So genieße ich, dass ich noch nicht Vollgas geben muss sondern ganz langsam aus dem Dazwischen wieder auftauchen kann. Und dieser Post mit meinem Geschreibsel ist dann wohl erster Ausdruck davon, dass ich langsam wieder zugänglicher für Außenräume werde. Mal schauen was mir die letzten Rauhnächte bringen werden und wie und als wer ich dann für mich das neue Jahr beginnen werde. 😉

 

Ich wünsche Euch eine schöne Woche, egal ob ihr schon das Gefühl habt das Neue hat für Euch Fahrt aufgenommen, oder ob ihr noch das Empfinden habt im Zwischenraum zu sein.

So oder so wünsche ich Euch ein bewusstes Genießen der Zwischenräume, denn sie sind überall. Es lohnt sich mal den Fokus auf sie zu legen…

 

Eine der einfachsten Möglichkeiten ist deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem zu richten. Vielleicht magst Du das mal bei dem ein oder anderen Atemzug ausprobieren und Dich auf die Zwischenräume zwischen Ein- und Ausatmen und dem vor dem nächsten Einatmen zu konzentrieren. Allein diese beiden Pausen zwischen Deinen Atemzügen haben sehr unterschiedliche Qualitäten ….

 

Oder du achtest mal auf die Räume zwischen wach sein und schlafen… wenn du grade weg döst, weder ganz wach noch schon schlafend bist… oder die Phase in der Du morgens aus dem Schlaf erwachst… ohne Wecker…ganz in deinem Tempo wenn du noch in diesem Zwischenraum bist…

auch diese Dazwischen Räume haben eine ganz besondere und sehr unterschiedliche Qualität. Die Bewusstheit dieser Räume und die Fähigkeit sich mit ihnen zu verbinden stellt eine riesen Ressource dar, die im Alltag eingesetzt ein großer Hebel sowohl für die Gesundheitserhaltung als auch für die Entwicklung ist.

Viel Freude und Erkenntnis mit Deiner Erkundung des Dazwischen,

Von Herzen,

Treya ♥️

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