Warum die Angst vor dem Sterbeprozess auch in Organisationen eine hohe Relevanz hat...

Ein gesundes und natürliches Verständnis für den Kreislauf des Lebens ist nicht nur in der Persönlichkeitsentwicklung, sondern auch in der Organisationsentwicklung ein riesen Hebel!

 

Und ja hier adressiere ich auch ganz konkret die kollektive Angst vor dem Sterbeprozess.

Wenn wir dieses "natürliche Kreislauf des Lebens Verständnis" mit einem gut ausgebauten, trainierten und wirklich gelebten Rollen- und Kontextbewusstsein verbinden, wird es nicht nur interessant, sondern auch für Organisationen neben vielem anderen wertschöpfungssteigernd.

Ganz konkret und leicht provokativ mal auf den Punkt formuliert:

 

Wenn es Menschen gelingt ...

 

a) ihre Gesamtidentität nicht mehr mit ihren gelebten Rollen zu verwechseln und

b) sich von diesen Rollen -und oder den mit/ durch diesen Rollen verbundenen Stakeholdern- nicht als existenziell abhängig und handlungsunfähig zu erleben,...

 

dann projiziert man die Angst vor dem "Sensenmann" und die eigene Angst vor dem Tod nicht mehr auf den/die Partner*in die die Beziehung beenden möchte und auch nicht mehr auf die vorgesetzten Führungspersonen mit disziplinarischer Macht.

Wir könnten zum Beispiel friedlich anerkennen, dass nicht nur ganz natürlich irgendwann unsere Lebenszeit in dem menschlichen Körper abgelaufen ist den wir grade bewohnen, sondern dass auch Beziehungen, Freundschaften, Systeme, Projekte, Abteilungen, und Strukturen ihre eigenen Zyklen und Stadien darin haben und durchlaufen.

 

Wir könnten selbstverständlich erkennen, dass diese Zyklen unterschiedlich lange wirken und irgendwann ihren Lebenszweck erfüllt haben.

 

Wir Menschen würden ein zyklisches Verständnis auch für unsere Rollen entwickeln und sie als eine temporäre Struktur definieren können. Sie als eine prozesshafte Struktur annehmen, die irgendwann sterben darf, damit die Energie die bisher in diese Rolle geflossen ist wieder im großen, ganzen Pool der Ressourcen zur Verfügung steht, um von dort aus einen neuen Zyklus zu beginnen... in einer leicht veränderten Rolle, vielleicht in einer gänzlich anderen Rolle im gleichen System und vielleicht in einer ähnlichen oder gänzlich anderen Rolle in einem anderen System, ... mit vertrauten, bekannten oder völlig neuen Stakeholdern.

 

Zugegeben eine Perspektive die zum Sinnieren außerhalb unserer gewohnten Konditionierungen, außerhalb der Box einlädt.

 

Ich glaube... je mehr dieses Weltbild und Selbstverständnis auch in Organisationen Raum finden kann und darf, je mehr Mitarbeiter dieses Verständnis verinnerlichen, desto leichter, natürlicher, mit weniger Dramen und geschürten Ängsten kann Veränderung geschehen, darf Anpassung an sich verändernde Rahmenbedingungen, Anpassung an natürliche Rhythmen und Zyklen der nötigen Entwicklung geschehen.

 

So kann es sogar Spaß machen alte Projekte und Rollen loszulassen und neue freudig willkommen zu heißen die dem einzelnen Menschen auf seinem Weg und/oder der Organisation, und vielleicht sogar der Welt 😉 dienen.

 

❤lichst, Treya

 

#Kulturwandel #Persönlichkeitsentwicklung #integral #organisationsentwicklung #systegra 

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