JOHANNA JANTSCH

Im Rahmen der Frauenbildungswoche in Aachen sind Johanna und ich uns damals das erste Mal begegnet.

 

Kurz nach meiner Existenzgründung noch ohne nachweisliche Erfahrung im Bereich der Workshop Gestaltung lernten wir uns kennen. Nach einem kurzen Beschnuppern gab sie mir ihren Vertrauensvorschuss. Und buchte mich für den ersten Einsatz mit den Worten:

 

"Auch wenn Sie noch keine Erfahrung nachweisen können, sagt mir mein Gefühl dass Sie mit diesem Workshop perfekt passen. Ich glaube an Sie!"

 

Diesem ersten Auftrag folgten zahlreiche weitere, von kurzen Wissenseinheiten zu lebendigen mehrtägigen Workshops konzipierten wir immer gemeinsam das was sie grade für die Bischöfliche Akademie in Aachen und deren Besucher für passend fand. Die Kurstermine waren in der Regel so schnell ausgebucht, dass wir zum Schluss meist direkt mehrere Termine vereinbart hatten weil sich eine wundervolle kleine Community rund um diese Veranstaltungen gebildet hatte.

 

Aus dem Sie wurde ein wertschätzendes Du und wann immer es ihr möglich war gesellte sich Johanna dann auch selbst in den Teilnehmenden Kreis.

Wir führten wunderbare tiefsinnige Gespräche so nebenbei und auch wenn wir nie große Worte drumrum schwangen fühlte ich mich mit ihr sehr verbunden.

 

Als der Krebs deutlich sichtbare Spuren zeigte und auch ihr wunderbares Lächeln und ihr manchmal selbironischer Humor nicht mehr darüber hinwegtäuschen konnte dass es ihr trotz aller Stärke und größtem Willen nicht gut geht, durfte ich sie in Minimomente auch von dieser Seite sehen.

 

In Erinnerung bleiben mir viele Momente in denen Sie mich liebevoll Anerkannte und mich und meine Meinung trotz großem Altersunterschied schätzte. In Erinnerung bleibt mir ihre Aussage: "Du hast mich nie enttäuscht!"

 

Und in Erinnerung bleibt mir, wie sie sich voller Größe neben mich gestellt und mich verteidigt hat, als ich zu unrecht mit Vorwürfen konfrontiert wurde. Eine Frau die sich nicht gescheut hat auch im Feuer zu stehen für das was und an wen sie glaubt!

 

Es war mir eine große Freude mit Johanna gemeinsam zu wirken!

Mit ihrem Ableben habe ich die gemeinsamen Angebote dieser Reihe ausklingen lassen, weil es sich ohne ihre grobstoffliche Präsenz für mich nicht mehr stimmig anspürte in dieser Form an diesem Ort zu wirken.

 

Johanna begleitet mich heute immer noch in meinem Wirken und sein.

Sie ermutigt mich meinen Weg in der Unterstützung von Frauen weiter zu gehen.

Stetig an dem Aufbau und der Prägung einer Kultur zu wirken in der Frauen einander unterstützen, miteinander und füreinander im Feuer stehen und gemeinsam wachsen.

 

Wenn ich an den Ursprung und die Wurzel meiner Frauenarbeit schaue... damit meine ich die Wurzel von #freiFrausein, dann begann alles mit meinen ehrenamtlichen Einsätzen bei der Frauenbildungswoche in Aachen.

 

An dem Tag als ich von Ihrem Ableben erfahren habe, bin ich dem Impuls gefolgt sie in einem kleinen Video zu ehren.

Wenn Du magst, schau gerne mal rein.... denn auch Du hast mit Sicherheit Supporter in Deinem Leben, wie Johanna eine für mich war ❤.